Nebenwirkungen

Risiken & Gegenanzeigen 

Nebenwirkungen

Beim Nelkenöl sind wie bei allen ätherischen Ölen Nebenwirkungen & Risiken zu beachten: Hautverträglichkeit, Kinder, innere Anwendung, Schwangerschaft und mehr.

Mögliche Nebenwirkungen des Nelkenöls

Beim Nelkenöl ist es aufgrund seiner reizenden Wirkung besonders wichtig stets auf eine korrekte Dosierung zu achten. Immer wieder liest man, dass Nelkenöl hepatotxisch wirken und die Leber schädigen kann. Dies ist aber nur der Fall bei einer längeren Einnahme und höheren Dosierung. Äußerlich und korrekt dosiert angewendet ist Nelkenöl sehr gut verträglich und hat nur ein geringes Allergisierungspotentzal.

Die hier gemachten Angaben zu den Nebenwirkungen von Nelkenöl beziehen sich – soweit nicht anders angegeben – auf die Verwendung von ätherischem Nelkenknospenöl.

Nelkenöl auf Haut oder Schleimhaut

Ätherisches Nelkenöl wird für einige Anwendungen direkt auf die Haut aufgetragen. So z.B. bei Massagen. Hier findet es jedoch stets als Gemisch Anwendung, da es andernfalls zu Hautirritationen kommen kann.Nelkenöl kann sehr leicht Haut und Schleimhäute reizen. Daher sollte es stets in einer Dosierung von 0,5% oder weniger genutzt werden, um unerwünschte Reaktionen zu vermeiden.

Personen, die unter Allergien oder ganz besonders empfindlicher Haut leiden, sollten einen Hauttest zur Prüfung der Verträglichkeit durchführen. Zu diesem Zweck wird ein Tropfen des ätherischen Öls auf die Haut an der Ellenbogenbeuge gegeben. Nach einer Wartezeit von einer Stunde zeigt sich bei Menschen mit einer sehr sensiblen Haut eine Rötung oder eine Hautreaktion an der mit Öl behandelten Stelle. Besonders bei der Behandlung von sensibleren Hautstellen ist auf eine stärkere Verdünnung des ätherischen Öls mit einem neutralen Öl, wie einem qualitativ hochwertigem Biomandelöl oder in der Mischung mit einer neutralen Creme zu achten, um die Schleimhäute nicht zu reizen. Auch beim Gurgeln mit Nelkenöl sollte auf ein korrektes Mischverhältnis geachtet werden, um Reizungen der Schleimhäute zu vermeiden.

Das Blattöl ist durch seinen geringeren Eugenylacetatgehalt aggressiver zur Haut als das Knospenöl, dafür aber auch gegen Mikroorganismen.

Innere Anwendung

Das ätherische Nelkenöl sollte wie alle ätherischen Öle innerlich nur mit Bedacht angewendet werden. Die Inhalation ist eine sehr gut verträgliche Form der inneren ANwednung von ätherischem Nelkenöl. Es gibt aber Rezepte, die auf einer (verdünnten) Einnahme von Nelkenöl basieren. Es empfiehlt sich, solche Anwendungen ausschließlich unter der Aufsicht bzw. in Abstimmung mit Arztes oder Heilpraktiker durchzuführen. Außerdem ist hier besonders auf eine individuelle, korrekte und genaue Dosierung zu achten, um keine unerwünschten Nebeneffekte, wie Reizungen der inneren Schleimhäute zu erzielen.

Nelkenöl ist auch ein Bestandteil von einigen Medikamenten. Hierbei ist in Bezug auf die Nebenwirkungen die jeweilige Packungsbeilage zu beachten.

Nicht in der Schwangerschaft anwenden

Ätherisches Nelkenöl darf aufgrund seiner wehenfördernden Wirkung nicht in der Schwangerschaft angewendet werden. Eingesetz wird es allerdings bei der Geburtshilfe zur Wehenförderung.

Nelkenöl und Kinder

Aufgrund seiner leicht reizenden Wirkung sollte Nelkenöl nicht bei Kleinkindern und Säuglingen angewendet werden. Bei älteren Kindern ab zehn Jahren kann Nelkenöl in geringerer Dsierung genutzt werden.

Gegenanzeigen

Eugenol – einer der Hauptbestandteile des Nelkenöls – verlangsamt die Aktivitätder Thrombozytenaggregation. Nelkenöl sollte somit nicht bei einer vorliegenden Blutgerinnungsstörung und bei gleichzeitiger Einnahme von Heparin oder Aspirin verwendet werden.




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